Viel Aufregung für kleine Flauschbällchen 3/2010
© 2010 Liv Ryno
Die beiden werden jeden Tag etwas mutiger, neugieriger und natürlich frecher. Sobald ich ihre Räumlichkeiten betrete – schwups wuseln zwei kleine Flauschkobolde um meine Füße oder setzen sich als „Bommeln“ obendrauf.
Na gut, Spielzeit für die Rasselbande – runter und hingesetzt, diesmal war auch Julius mit von der Partie, darüber freuen sich die Kleinen immer besonders. Vor allem BelleAmie kennt keine Hemmungen und springt vor lauter Begeisterung ihre Popcornsprünge – sogar unterm Bett – plong plong autsch – tut ihr das nicht weh. Scheinbar nicht, denn BelleAmie tobt munter auf uns herum. Nachdem der erste Bewegungsdrang „abgelaufen“ ist, werden wir so richtig in Augenschein genommen.
JayJay beguckt sich Julius ganz genau und gibt ihm erstmal ein ChinKüsschen, danach wird das Shirt hochgezuppelt – was hast du da drunter?
Julius musste so lachen, weil es derart kitzelte. BelleAmie machte auf ihre Art dem Treiben der beiden Buben ein Ende – Hoppla jetzt komm’ ich …. Schubs ……
Ein schmollender JayJay saß später in der Kammer und hielt stille Zwiesprache mit den beiden KuschelHasen – jeder hat seinen speziellen Pantoffel – zum drin sitzen, verstecken oder bearbeiten mit den Zähnchen …..
Genug geschmollt der kleine Kerl kam aus der Kammer wieder zu uns und nahm mich unter sein ChinNäschen, toller Gürtel – knabber – ja das kenn’ ich doch von Julia unserer Flauschprinzessin. Ein Nein nahm er gar nicht für voll und schaute nur wie ein kleiner Spitzbub in die Kamera. Schon saß er mit seinem Kullerbauch auf der Kamera – ja huch ….. JayJay zog es dann vor ein entspannendes Sandbad zu nehmen, vorher zupfte er sich schnell noch ein kleines frisches Pipituch aus dem Regalfach – juchu baaaaaaden – hm komisch was macht man mit dem Tuch? Na klar – unsere ChinMam hat so was immer an, wenn sie aus dem Zimmer mit dem großen Wasserfall kommt – da dürfen wir noch net rein – ist ungerecht stimmts ….
Oje nun ist alles ringsherum voll gestreuselt, also ChinMami ich bringe dir schon mal die Kehrschaufel – urgs schubs – warum bewegt sich dieses Dingens nicht – na ganz einfach kleiner JayJay du musst erst einmal runter von der Kehrschaufel, dann klappt es prima. Ist schon schwer für so einen sehr liebenswürdigen, sensiblen und verschmusten kleinen ChinBub alles zu lernen, aber jeden Tag wird es besser und lernbegierig sind beide allemal. Wir werden garantiert unsere Freude an unseren kleinen ChinLieblingen haben. Da wird noch nicht einmal vor meinem Apfel auf dem Tischchen neben dem Bett halt gemacht – der liegt da weil es so schön frisch duftet. Jedenfalls war dieser Apfel eines Tages angeknabbert – wer war das?
Beide schauten mich aus glänzenden BabyKullerAugen an – JayJay nein BelleAmie nein. Na gut dann hab’ ich wohl in der Nacht geschlafwandelt und den Apfel angenagt. Ich ließ den Apfel so wie er war auf dem Tischchen, der kleine Apfelkobold wird sich garantiert verraten. Richtig – und wer war die Knabbermaus? Unsere kleine immer vorneweg BelleAmie natürlich – ertappt …. Na wo du es nun schon weißt kann ich ja in Ruhe weiternaschen – raspel rapsch schnurpsel hmmmmm lecker …… Schon erstaunlich was in so einen kleinen ChinBauch hineinpasst. Nach drei Tagen war der Apfel bis auf das Innenleben verspeist – von beiden.
Nach dieser Völlerei muss ich doch schnell auf die Waage und hab’ ich schon zugenommen und wo bleibt mein Leckerli und warum guckst du nicht und ……. Haaaaaalt BelleAmie – heute ist keine Wiegezeit und ein Leckerli gibt es jetzt auch nicht.
Frustriert hoppelte sie unters Bett setze sich ins Körbchen und fing an es heftig mit ihren kleinen Zähnchen zu bearbeiten rrrrrrrr rrrrrr ich wiiiiil mein Leeeeeckerliiiiiii. Nach einer Weile hopste BelleAmie gemächlich auf die Stufen zum Häuschen empor, oben angekommen sah sie mich traurig an und senkte das Köpfchen – huhuhu kein Leckerli …….
Mein Herz schmolz dahin und beide bekamen ihr geliebtes Leckerli nachdem sie – Fein – gemacht haben (sitzen dann brav auf den Hinterbeinchen Vorderhändchen nach oben gereckt, BelleAmie stolpert dann „zufällig“ in den Vordergrund vor JayJay). Nun war die Welt wieder in Ordnung und unsere Beiden ChinBabys tobten wie gewohnt durch die Zimmer. BelleAmie untersuchte ihre Chinmam und entdeckte – Schmuck – hach genau das Richtige für kleine ChinMädels. Das Lederarmband hat es ihr besonders angetan – gihib das maaaahal herrr – zupf zupf, dann eben nicht – basta.
Abends entdeckte ich das BelleAmie meine Schmuckdose für den alltäglichen Schmuck aufgemacht, gründlich alles erkundet und zu guter letzt – ja richtig – das rote Lederarmband entführt hatte. Na so ein kleines GlitzerGirl, unterm Bett nachgeschaut – aha da liegt es und angeknabbert? Da sind wohl die kleinen Zähnchen noch nicht stark genug gewesen, aber ein wenig hat BelleAmie es nach ihrem speziellen ChinStil kreativ bearbeitet – nun ist es ein exclusives Einzelstück aus der Boutique BelleAmie …….
Und was macht die Kleine jetzt – ein Sandbad nehmen – bade bade – zwei magische Worte die sie immerzu animieren sich ausgiebig zu wälzen, drehen und wuscheln – jippie das ist ChinFreude pur – da kommt schon mal so ein Schnappschuss zustande. Eine kleine Heustärkung zwischendurch ……mit vollem Speed quer durch das Futterregal gefetzt. Weiter geht es mit Spiel und Spaß – im Regalfach haben wir schon damals eine Kuschelecke mit Höhle und Knabberholz für Julia angelegt, die Kleinen nahmen ganz selbstverständlich davon Besitz. Während BelleAmie dort eher zum relaxen verschwindet, ist JayJay ständig mit Aufräumarbeiten beschäftigt – hauruck hauruck mmmm na endlich der Knabberstab liegt wieder richtig – ts ts typisch Mädchen halten von aufräumen gar nix.
Plötzlich gab BelleAmie ihren typischen Babyschrei ab, schnell hinter in die Kammer und nachschauen – JayJay saß mit großen staunenden Kulleraugen da und BelleAmie hatte sein Schwänzchen bearbeitet. Also hatte sie ihn gestänkert und nicht umgekehrt, deshalb war der kleine Bub immer traurig wenn ich energisch nein nein gesagt habe. BelleAmie hat ihren Willen nicht bekommen und nutzte ihren Babyschrei auf diese Art – so ein kleines „Zickchen“. JayJay dagegen gibt immer nur einen kurzen tiefen Grummellaut und trollt sich dann lieber – er möchte lieber schmusen und kuscheln als rumzukabbeln wie BelleAmie. Wenn sie ihren Willen nicht bekommt wird die Kleine schnell bockig – sehr erstaunlich …. Nach diesem Intermezzo - JayJay und BelleAmie klettern auf mir herum und genießen die Nähe zu ihrer ChinMam. Hast du da was in der Hand?
JayJay steckt sein Flauschnäschen in meine Hand, buddelt zart mit den Vorderhändchen und hat Erfolg – schnell hatte ich ein Leckerli für ihn hineingeschmuggelt – soviel Einsatz verdient eine Belohnung. Genüsslich, mit einem strahlenden Flauschgesichtchen knabbert JayJay sein Leckerli auf.
BelleAmie hat das gesehen und sitzt flugs da und rumms stopft frohen Mutes ihr Flauschnäschen zielsicher in meine Hand – huch sie ist aber stürmisch – aha auch sie bekommt ihre kleine Blohnung und zieht mit elegant geschwungenem Schwänzchen und hoch das Beinchen von dannen. Aber nur kurz um ihr Brüderchen zu holen – gemeinschaftlich ChinMam anschmachten führt meistens zum Erfolg ….. Eifrig hoppelten sie auf mir herum, kletterten auf die Treppchen und ließen mich nicht mehr aus ihrem Blick, sie könnte ja vielleicht – Nein – ein Leckerli – Nein – spendieren – Nein …
O.K. es ist eh schon spät und kleine ChinBabys müssten langsam zur Ruhe kommen, aber bitte in eurem Apartement – typischer Fall von denkste – beide machten es sich in meinem Bett gemütlich!
Ja was wird das denn nun wieder, soll ich auf der Couch im Wohnzimmer schlafen – Nein, ich bin zwar schon ganz gut von unseren Chins erzogen worden, aber das geht nun gar nicht. Also, husch ihr Zwei und Fein heierle machen – ja ihr bekommt noch ein Betthupferle ….. so klappte das auch und Beide schnurpselten leicht schläfrich ihr Betthupferl. Später nahm BelleAmie doch noch einen Spätimbiss mit leckerem Heu zu sich, noch ein wenig Apfel und Gänsewein – so schläft es sich mit vollem Bäuchlein viel besser. BelleAmie fetzte zum Schluss noch mal eine Runde im Apartment, wirbelte den müden JayJay fast vom Schlafbrettchen herunter, er knurrte wieder nur kurz – ach aufregen nutzt ja doch nichts bei dem Temperament von BelleAmie – Ruhe …
Ein neuer Tag – der Tag an dem JayJay einen Termin bei der TÄ seines Vertrauens hat. Mir war schon sehr schwer ums Herz, deshalb kam Andrea als Begleitung mit. Der kleine ChinBub ließ sich ohne Gezappel nehmen und in den Träger setzen – dieser war weich und warm ausgepolstert, wie eine kleine Höhle – für den kleinen Hunger unterwegs stand ein Menünäpfchen gefüllt mit Köstlichkeiten für kleine mutige Chins, eine Flasche Gänsewein rundete das Interieur ab. JayJay fand es nicht lustig und schaute uns vorwurfsvoll an – was soll das denn jetzt – ein komisches Spielchen – können wir jetzt damit aufhören – rüttel rüttel – da passt mein Köpfchen doch durch – uuuurgs das war knapp mit dem zurückziehen. Eine Decke über der Box beruhigte ihn schnell. Im Auto hatte Andrea ihre Hand im Träger und JayJay kuschelte sich daran – aber nur solange wie wir nicht hinschauten – ansonsten dreht er sich gleich weg – ich kuschle nicht Neeehein. Hach schnell wieder an die Hand ranwuscheln – ja da mag ich es ganz gern – am Kullerbäuchlein. Bei der TÄ angekommen wurde uns endgültig mulmig und ich war kurz davor wieder umzukehren und JayJay bei einer Nachbarin in Pflege zu geben, damit ihm dieser Eingriff erspart bleibt. Zu spät – die TÄ kam lächelnd auf uns zu und begrüßte ihren kleinen Patienten – dieser schaute nur kurz und versteckte sein Nase. Wir wurden über die Risiken aufgeklärt und wie der Eingriff vonstatten geht – noch schnell von JayJay verabschieden – es wird schon alles gut werden. Ab nach Hause, irgendwie muss ich mich jetzt ablenken und das klappt am besten – beim sauber machen. So schwang ich Staubtuch, Staubsauger und Wischmopp – fertig und nun – na bügeln … danach hm zeichnen – plötzlich klingelte das Telefon – ein Blick auf das Display zeigte die Nummer der TÄ – oh nein hoffentlich nicht … Schnell annehmen, wir könnten JayJay wieder abholen kam aus dem Hörer – äh wie … Na der Kleine ChinBub ist nach der Narkosespritze nicht eingeschlafen – er hielt sich tapfer auf seinen Beinchen und die Augen offen – grummel was ist das für ein komisches Spielchen und wie wird mir denn – Nein ich schlaf’ nicht Nein – wer weiß was ihr dann mit mir macht – selbst die Nachdosis vermochte ihn nicht ins das Land der sanften ChinTräume zu schicken. Die TÄ meinte das passiert schon mal und ist gar nicht so unüblich. Vielleicht sollte die OP an diesem Tag nicht sein – keiner weiß es. Jedenfalls wollte JayJay jetzt ganz dringend wieder nach Hause. So bekamen wir einen torkelnden JayJay zurück. Die TÄ hatte ihn schön warm verpackt unter Rotlicht gelegt, als er uns sah und hörte krabbelte er hervor. Oje kleiner Bub – er bekam seine Beinchen gar net sortiert und kullerte seitlich ab – plumps lag er auf der Nase – so was aber auch, menno wer hat mir denn so die Beinchen weich und wackelig gemacht. Die TÄ sagte auch noch, dass sie aus Respekt vor der Würde und der kleinen Seele des ChinBubens nicht noch einen Versuch gemacht hat – eine sehr seltene tierliebende Einstellung – Danke dafür. Nun versuchen wir es am nächsten Dienstag noch einmal. Wir fuhren nach Hause, Andrea hielt den kleinen JayJay in ihren Händen, denn in jeder Kurve, bei jedem Bremsen trudelte er in der Box umher und seine Beinchen müssen ihm wie ein unlösbares Knäuel vorgekommen sein. Wir konnten auch nicht darüber lachen. Zu Hause – Rotlicht an, JayJay genoss die Wärme und kuschelte sich an den Plüschdelphin von Julia – machte die Kulleraugen erschöpft zu und schlief. Das war das Beste was er jetzt machen konnte, denn ihn jetzt ins Häuschen zu setzen oder gar frei laufen lassen geht gar nicht – die Verletzungsgefahr ist zu groß, solange er nicht stabil stehen kann muss er wohl oder übel in der Box verbleiben. Natürlich bekam er allen erdenklichen Komfort und Leckerlis …. Am frühen Abend war JayJay wieder voll da und konnte seinen Freilauf genießen, zwar langsam aber hoppelnd erkundete er das gemeinsame Revier. BelleAmie war gaaaaaanz lieb und ließ keinen zickigen Babyschrei los, sondern folgte JayJay auf Schritt und Tritt – selbst in der Nacht wärmte sie kuschelnd ihren JayJay. Der kleine Bursche hat uns diese Aktion nicht übel genommen und kommt wie immer arglos auf uns zu. Was wird er nächste Woche von uns denken? Diese Zeit sollte schnellstens vergehen …
© 2010 Liv Ryno



























