Gedanken zum Baum - ChinJulia’s WeekendMail 09/9

Abgelegt unter: ChinJulia's WeekendMail — Liv at 4:14 pm on Donnerstag, Juni 25, 2009

© 2009 Text: Liv Ryno/Claudia Mooser

Liebe LeserInnen - es geht weiter mit ChinJulia’s WeekendMail -

Gleichstämmige Triebe, die aneinander geraten, können oft nicht wieder von einander lassen. Aus der ersten Berührung der Rinde dem >Kuss<, wird eine Verbindung auf Lebenszeit.

v. Drolshagen/Hoffmann

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In dieser WeekendMail werde ich meinen lieben LeserInnen meine Ansichten, Einsichten und Gedanken zu unseren wunderschönen Bäumen die uns alle umgeben, aufschreiben.

Bäume sind etwas fantastisches wunderbares, jeder hat seine individuelle, BaumPersönlichkeit“, jeder singt im Winde andere „BaumMelodien“, jeder hat sein ganz spezielles BaumLaub und seine BaumRinde – im Vergleich zu euch Menschen und zu uns gibt gar nicht so viel Unterschiede – wir gehören lediglich jeder einer eigenen Spezies an.

Die Erde, die Sonne, den Mond, den Wind, die Wolken, den Regen, Schnee usw. teilen wir uns ganz friedlich – bis auf wenige Ausnahmen.

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Wir haben das Glück, dass sich unser Apartment in der 6. Etage befindet und wir einen gigantischen Ausblick genießen – viele Bäume soweit das Auge reicht, dazwischen lugen die roten Dächer der Häuser heraus. Am Horizont verschmilzt das Grün der Bäume mit den Farben des Himmels – ein einmaliges Naturschauspiel.

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Das noch intensiver wird wenn es geregnet hat, danach leuchten so nach und nach ein, nein zwei, manchmal sogar drei Regenbogen um die Wette. Oberhalb des Regenbogens ist der Himmel blau, innerhalb des Halbkreises des Regenbogens ist er von einem satten blaugrau und die zaghaften Sonnenstrahlen, die durch die sich verziehenden Wolken dringen, lassen die Baumkronen in einem besonders intensiven Grün aufleuchten.

Ich, ChinJulia, sitze dann oft auf der Lehne meines Schaukelstuhls und schaue von dort auf dieses Farbenspiel und meine speziellen Freunde – die Bäume. Jetzt werden sich einige fragen ein ChinchillaMädchen und Bäume, wie passt das zusammen? Ganz einfach, weil viel Interieur in meinem ChinAppartment aus Holz besteht und ich mich darin so was von wohl fühle, dafür danke ich den Bäumen. Ich kann so wunderbar an hartem Buchenholz knabbern, was meint ihr wie das mitten in der Nacht Leben in die umliegenden Schlafgemächer bringt. Nach einer Weile kehrt wieder Ruhe ein, nur am nächsten Tag gucken die Nachbarn meine Liv fragend an: Ja das war wieder mal mein ChinMädel – und schon gucken alle verzückt. Das nenn’ ich ChinCharme stimmt’s.

Zurück zu den Bäumen, ich bekomme im Frühjahr und Sommer frische Zweige von Bäumen die an der Spree gedeihen – Weide. Lecker und es macht total Spaß die Rinde so genüsslich ringsherum abzuknabbern. Wo haben wir noch Holz, ah ja Liv arbeitet sehr oft mit Naturmaterialien u.a. Holzscheiben aus starken Ästen – die beim Frühjahrsverschnitt während der Baumpflege anfallen. Die liegen in einer Box zum trocknen. Wenn Liv in ihrer Arbeit vertieft ist, schnappe ich mir schnell ein Scheibchen und hopple damit unter das Bett. Klock, klock, klock – anstrengend, dafür habe ich den ultimativen Knabberspaß für einige Stunden. Liv lässt mir dieses Vergnügen, weiß sie dann genau dass ich meine Zähnchen nicht anderweitig ausprobiere z.B. das Mobiliar nochmals umstyle.

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In unserem Apartment stehen  verschiedene Palmen. Eine hat einen dicken Stamm aus Holz, da darf ich nicht dran knabbern – mach ich auch nicht, dafür gucke ich ab und an ob es den Wurzeln unter der Erde gut geht ;) . Dann schaut Liv ganz bedröppelt drein, sagt aber nichts – was viel schlimmer ist. Da möchte ich am liebsten regelrecht auf die Palme steigen, die ist für mich viiiiiel zu groß.

Übrigens habe ich einen tollen Golliwog der wuchert schon wie ein kleiner Baum und ist zum abknapsen lecker – deshalb versuche ich erst gar nicht an diversen Palmenblättern zu knabbern.

Nur einmal konnte ich absolut nicht widerstehen: Liv brachte ein kleines Bäumchen mit, stellte es auf dem Schreibtisch und erzählte mir das dies ein kleiner Gingkobaum ist, dessen Blätter sogar für die Ernährung geeignet sind. Hm, wenn das so ist könnte ich doch glatt mal probieren, zupf ab das Blatt und weg geschnurpselt – mmmh absolut delikat, noch eins ……. Ups Liv sagt energisch - NEIN, nur ein bisschen knabbern – NEIN Nein kleine FlauschPrinzessin Nein.

O.k. kleiner GingkoBaum werd’ du erst mal groß, dann hast du eh viel mehr Blätter zum vernaschen. Nun steht und gedeiht er auf unserer 6 Meter Loggia und ich schau’ ihm durch das Fenster beim wachsen zu.

Bevor ich zum Ende meiner Ausführungen komme noch eins: Im Gedicht steht „aus der ersten Berührung ……wird eine Verbindung auf Lebenszeit“. So können wir auch unsere Beziehung zu euch Menschen sehen.

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Denkt mal drüber nach, – natürlich auch im allgemeinen - denn ich habe das Thema nur so als GedankenSchubs “angerissen”……

Bis zur nächsten WeekendMail liebe Grüße von Eurer ChinJulia

Exklusiv für ChinCitta

© 2009 Text: Liv Ryno/Claudia Mooser

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