Julia und Handwerker 55/2009
© 2009 Liv Ryno
In diesem Jahr meinte es unser Vermieter sehr gut mit uns und lässt alles in den Wohnungen auf Funktionalität und Sicherheit überprüfen. Eigentlich löbliche Aktivitäten, aber doch nicht im Herrschaftsbereich unserer süßen FlauschPrinzessin Julia.
Den Handwerkerreigen eröffnete der Schornsteinfeger. Dieser kommt regelmäßig alle 2 Jahre und schmunzelt immer, weil er sich an die für mich so peinliche Situation erinnert. Kurzer Rückblick: Julia hatte des Nachts die Knöpfe meines Pyjamas abgeknabbert, gemäß der Meinung – so wird meine ChinMam nicht eingeengt – so so …. Jedenfalls bemerkte ich, verschlafen wie ich war erst gar nicht, dass da etwas fehlt. Erst das verblüffte stottern des jungen Schornsteinfegers ließ mich reagieren – ups wie peeeeeeeinlich.
Nun ja, seitdem fragt er schmunzelnd, was unser süßes ChinchillaMädchen diesmal für ihn vorbereitet hat. Ich lass mich nicht mehr derart vorbereiten, dass soll die absolute Ausnahme gewesen sein. Julia schaut lediglich neugierig, was der nette Schornsteinfeger so macht. Aha eine kleine Leiter, vorsichtig pirscht Julia sich an und schnuppert ganz aufgeregt den unbekannten Geruch. Hui da sind aber viele Informationen drin und die Kluft vom Schornsteinfeger ist auch nicht übel – ohne große Scheu werden die blauen Überzieher (damit er keinen Schmutz in die Wohnungen trägt – sehr nett) untersucht.
Der Schornsteinfeger nimmt’s mit Humor und lässt die Kleine gewähren, er findet sie auch sehr putzig. Nachdem Julia festgestellt hat, das hier keinerlei Gefahr droht hoppelte sie gemächlich zu ihrem Lieblingsplatz unter meinem Schreibtisch auf die dort gestapelten Bilderrahmen und machte sich über ein paar Haferflocken her.
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Als nächstes kamen Monteure die die Fenster kontrollierten, da musste unsere kleine ChinLady leider in das Ankleidezimmer umziehen, denn dort gibt es kein Fenster. Es war ja nur zu ihrer Sicherheit, aber wie immer wollte Julia das nicht akzeptieren und attackierte ordentlich den Türrahmen.
Die Monteure beeilten sich redlich, Julia randalierte unterdessen im Ankleidezimmer aus ChinLeibeskräften. Die Handwerker staunten nicht schlecht wie resolut so ein kleines niedliches ChinMädel sein kann, die von ihr produzierten Geräusche waren wirklich Respekt einflößend – ein kleines „Raubtierchen“.
Als die Arbeiten fertig waren machte ich sogleich die Tür zum Ankleidezimmer auf und eine empörte Julia kam herausgeschossen und flitzte laut blubbernd durch die Zimmer. Erst nachdem sie gegen die Beine des einen Monteurs gesprungen war, kam sie zwangsweise zur Ruhe und schaute nach oben – ähm ja hallo du da ….. Der Monteur musste herzhaft lachen, es sah einfach zu komisch aus wie Julia da vor dem großen Mann saß und zu ihm aufblickte und er wiederum zu ihr herunter schaute. Unsere kleine FlauschMaus zog es dann doch vor den Rückzug anzutreten und hoppelte eins zwei schnell unter das Bett – uff geschafft.
Nun waren die Elektriker dran, alle Steckdosen und der Herdanschluss wurden überprüft – gerade hier ist Sicherheit sehr wichtig. Die beiden Männer fingen im Badezimmer an die verschiedenen Anschlüsse für die Waschmaschine usw. zu überprüfen. Julia kam flugs unter dem Bettüberwurf hervor – da sind doch fremde Stimmen zu hören und dazu noch so tiefe, hier schau’ ich mal näher nach.
Gedacht, getan – neugierig wie unsere Julia nun mal ist flitzte sie gleich durch die ganze Wohnung und rutschte bis vor die geöffnete Badezimmertür. Ja huch – schon wieder Männer in solch merkwürdigen Anzügen und mit diesen lustigen Schuhüberzieher an den Füßen.
Ein smarter Blick aus ihren leuchtenden Kulleraugen ließen zumindest den einen Elektriker auf die Knie gehen und er versuchte Julia zu streicheln – na hej tatze ich dich an – sie wich zurück – nein nein ich bin hier die FlauschPrinzessin. Schade sagte der Elektriker und wendete sich seiner Arbeit zu.
Der andere Elektriker schaute skeptisch auf die kleine Flauschkugel die aufgeregt schnuppernd vor ihnen saß. Beißt die auch nicht? Ich musste mir nun echt das Lachen verkneifen, so ein großer Mann hat Angst vor einem kleinen ChinMädel. Jedenfalls schaute er immerzu ob Julia nicht „zähnefletschend“ auf ihn zusprang grrrrrrrr………..
Nein Julia begleitete die beiden von Steckdose zu Steckdose und beobachtete ganz genau die Arbeiten der beiden. Vor allem das Werkzeug interessierte unser kleine Julia natürlich, so versuchte sie doch glatt einen kleinen Schraubendreher zu entführen und so kam der Elektriker doch noch zum streicheln. Er strahlte übers ganze Gesicht, weil Julia still da saß und die unverhofften Streicheleinheiten genoss.
Tja warum wohl – genau – die Aussicht eventuell doch noch den Schraubendreher entführen zu können war zu verlockend. Der Elektriker wühlte in seinem Werkzeugkoffer und fand – einen halben Holzdübel. Den hielt er Julia als Trost hin, unsere kleine Lady schaute mit großen Kulleraugen fragend – ja der ist für dich – Julia hielt die große Männerhand mit ihren kleinen ChinHändchen fest und nahm den Dübel vorsichtig mit den Zähnchen herunter. Nun schmolz der Elektriker förmlich dahin, sein Kollege hingegen schaute nun etwas neidisch auf diese Szene.
Julia marschierte gemächlich Richtung Bettversteck um ihre rechtmäßige Beute zu verstauen. Die Elektriker waren alsbald mit ihrer Arbeit fertig und verließen die Wohnung. Von Nachbarn hörte ich später, das der nette Elektriker von seinem Erlebnis mit einer richtigen kleinen ChinLady schwärmte, so etwas hatte er bis dato noch nicht erlebt. Julia ja auch nicht.
Der nächste Handwerkerbesuch ließ nicht lang auf sich warten – die Wasseruhren standen zum Austausch auf dem Plan. Oje, der Termin passt ja gar nicht in meinen Tagesablauf – was nun? Genau – wir fragten bei Julia’s netter Urlaubspflegerin nach und diese brauchte gar nicht erst zu überlegen – selbstverständlich übernimmt sie das. So kann sie wenigstens wieder einmal die kleine flauschige Kobold-Julia erleben, die ihr so viel Freude während unseres Urlaubes mit ihren Streichen bereitet hatte.
Die Nachbarin erzählte nach diesem Handwerkertermin wie sich unsere Julia verhalten hatte. Als sie mit dem Handwerker die Wohnung betrat, polterte es erst einmal ordentlich a la – hier ist ein großes Raubtier in der Wohnung – Achtung ich bin ganz stark! Julia kam um die Ecke gesprintet, wollte bremsen und schlitterte dem Handwerker geradewegs vor die Werkzeugtasche. Dieser lachte lauthals los, weil Julia mit rudernden und durchdrehenden Hinterbeinchen versuchte schnellstens wieder fort zukommen.
Puh geschafft, schnell unters Bett – wer sind diiiiiiiiiiiiieeeeee denn, wo ist meine ChinMam? Unsere Nachbarin legte sich auf den Boden und redete beruhigend mit Julia und bei ihr kam die Erinnerung – jippie die kenn’ ich doch, 7 Tage volles ChinPrinzessinnenverwöhnprogramm …………. Julia genoss die vertrauten Streicheleinheiten und gab ihrer Urlaubspflegerin ein zartes ChinKüsschen. Das macht Julia wirklich nur bei Menschen die sie sehr gern mag.
Und der Handwerker? – ach der war gar nicht so interessant wie die anderen, nur lauter, eine Stimme wie ein Donnerhall – nix für zarte ChinOhrchen.
Demnächst geht der Reigen der Handwerker weiter, mal schauen ob diese auch einem neugierigen charmanten süßen Chin nicht widerstehen können und in den Tiefen ihrer Werkzeugtaschen interessante Dinge für unsere Julia finden.
Exklusiv für ChinCitta
© 2009 Liv Ryno






