Kakteen 28/2006

Abgelegt unter: ChinchillaStorys - Julia — Liv at 10:31 am on Montag, Oktober 16, 2006

© 2006  Liv Ryno

Chinchillas sind eigentlich in den Anden Südamerikas beheimatet. Das Gelände dort ist steinig, sandig und trocken. Viel Vegetation gibt es dort nicht aber umso mehr Kakteen aller Coleur.

Wir haben versucht unserer ChinJulia das Zimmer in dem ihr Häuschen steht so zu gestalten, und dass. sie viele von uns gesammelte Ostseesteine, Mangrovenwurzeln, ungiftige Grünpflanzen zwei Sandbäder zur Verfügung hat. Das Arrangement ist uns ganz gut gelungen, denn unser kleines Wollknäuel fühlt sich ChinSuperwohl In ihrem Zuhause.

Unter den Gestaltungselementen befand sich ein kleiner, sogenannter “Schwiegermutterstuhl” Kaktus - Durchmesser ca.. 20 cm. ChinJulia hatte nun gar keine Berührungsängste, hinsichtlich der Stacheln, die uns Menschen gehörig Respekt einflößen. Sie kletterte auf diesem Kaktus herum, was uns einen “Gruselschauer” verpasste. ChinJulia Mächte sich gar nicht daraus Sondern knabberte diesem und jenen Stachel die Spitze ab, um so gemütlicher darauf sitzen und die Umgebung beobachten zu können.

Hm, das tut ihr gar nicht weh, scheinbar nicht auch die Anderen stacheligen Gesellen fand sie zum knuddeln. Laut Literatur knabbern die wildlebenden Chinchillas ganze Kakteenkolonien innen hohl und benutzen diese dann als Wohnhöhlen. Die Kakteen sind mitunter einzigsten die Flüssigkeitsspender für die frei lebenden Chinchillas.

Ein ChinJulias Verhaltensweisen kann man erkennen, dass. bestimmte Urinstinkte auch noch bei domestizierten Chinchillas vorhanden sind. Deshalb liessen wir ihr auch die Freude an den Stachelgewächsen.

Diese Freude teilte sie aber nicht mit den Anderen tierischen Hausgenossen, die zu dieser Zeit noch bei uns waren. Der flugunfähige Flattermann Max, spazierte so manches Mal in das Zimmer und Nahm mal diese und Jene Wurzel als Aussichtsturm in Besitz. Klettern Konnte der gefiederte Bursche erstaunlich gut mit Hilfe Waden Schnabels und der Greifkrallen kam er zum avisiertem Ziel. Wenn er wieder runter wollte nützte er die Flügel als Gleitschirm - mehr schlecht als recht Weil er durch den kaputten Flügel nicht steuern konnte. So kam es, das er beim Versuch, seinen Aussichtspunkt zu verlassen, sich verschätze und …. genau auf diesem “Schwiegermutterstuhl” Kaktus landete.

Autsch das piekt, piepste er lautstark um Hilfe. Wir hoben den abgestürzten Flattermann Max vorsichtig von dem Stachelungeheuer runter und untersuchten ihn gleich auf eventuelle Stichverletzungen. Es war nichts zu finden! Der kleine gefiederte mutige Max hatte das Glück, das ein schnelles ChinJulia allen Stacheln piecksigen die Spitzen genüsslich abgeknabberte hatte. So ist Flattermann Max, Dank der kleinen ChinLady, ohne Verletzung davongekommen.

Nur, es sah zu komisch aus als er da so auf dem Kaktus “hing” wie ein Fakir auf seinem nagelbett oder die klassische Akupunktur a la Max Flattermann. Wir konnten uns alle das Lachen nicht verkneifen. Flattermann Max fand das nicht so toll und marschierte schnurstracks zurück zu seinem Vogelhaus und ließ sich hineinsetzen.

Er protestierte nicht einmal als ChinJulia Ihren Kopf zum Türchen und schnupperte ob es reinstreckte wurde Leckeres zu futtern gab. Mmh lecker ein Löwenzahnblatt das gehört jetzt mir, sie schnappte es sich schnurpselte das Blatt auf als Obolus für die Kaktusspitzen abgeknabberten und.

Diese Episode ging glimpflich aus, nicht für den Kaktus. ChinJulia bearbeitete ihn in der nächsten Zeit derart heftig, dass. er einfach zusammenschrumpfte und wir ihn entsorgen mussten. Und der gefiederte Held Max? - Er verzichtete auch in Zukunft nicht auf Solch waghalsige Manöver. Wollte er ChinJulia zeigen was für ein “Kerl” (eher Hähnchen) er ist?

© 2006  Liv Ryno

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